Heute habe ich die Ehre über ein Thema zu schreiben, welches mir persönlich sehr am Herzen liegt. Der Zauber der Stillzeit!

Das ist meine Stillgeschichte:

Für mich war von Anfang an klar, dass ich mein Baby stillen möchte. Viele Gedanken darüber habe ich mir allerdings im Vorfeld nicht gemacht, denn Stillen ist das natürlichste der Welt und es wird automatisch funktionieren, so dachte ich zumindest. Dass es verschiedene Stillpositionen gibt, Babys unter Saugverwirrungen leiden können oder sich gar die Brustwarzen entzünden konnten, darüber wusste ich nicht Bescheid.

Trotz meiner Unwissenheit hatten mein Sohn und ich einen tollen Stillstart. Direkt nach seiner Geburt und dem ersten Bonding legte mir die Hebamme meinen Sohn an die Brust. Oliver fing direkt an zu saugen. Dieses Gefühl, diesen wunderbaren Moment werde ich wohl nie wieder vergessen. All die Ängste, all die Sorgen und die Schmerzen waren für einen Moment vergessen. Mein Baby zu fühlen, zu spüren wie er trank und zu wissen, man gibt dem Baby gerade alles was es braucht, war das schönste Gefühl auf der Welt und verlieh mir unheimlich viel Kraft.

Bereits einen Tag später klappte es leider nicht mehr so einwandfrei. Oliver litt unter starker Gelbsucht, wodurch er ausgesprochen müde war. Er schlief beinahe den ganzen Tag und die Hebammen und ich versuchten ihn immer wieder zum Trinken zu wecken. Leider schlief er an der Brust sofort wieder ein.
Im Krankenhaus standen Milchpumpen von der Firma Medela für die Mütter zur freien Verfügung. Die Hebammen erklärten mir, wie wichtig es sei, dass das Baby ausreichend Milch trinkt, damit die Geldsucht schnell besser würde und Oliver nicht zu viel Gewicht verliert.
Dass es sowas wie Milchpumpen gab, wusste ich, aber dass ich sowas einmal in Anspruch nehmen muss, hätte ich nicht gedacht. Ich empfand es im ersten Moment als unnatürlich und hatte vor der Verwendung starke Bedenken.
Doch ich versuchte es. Der Milcheinschuss war bislang auch ausgeblieben und ich versuchte ihn mit Hilfe der Milchpumpe anzuregen. Jeder Tropfen des wertvollen Kolostrums (Vormilch) wurde aufgefangen. Zu meinem Überraschen war das Abpumpen der Kolostralmilch komplett schmerzfrei. Die wertvollen Milliliter, die wir dadurch gewannen, fütterten wir meinem schlafenden Sohn mit Hilfe einer kleinen Spritze.

Nach vier Nächten konnten wir das Krankenhaus mit unserem Sohn verlassen. Es begann die aufregendste und schönste Zeit meines Lebens.
Da Oliver noch immer unter Gelbsucht litt und dadurch sehr schläfrig war, mussten wir weiterhin Milch abpumpen. Von unserer Kinderärztin erhielten wir ein Rezept über eine Milchpumpe von Medela, welche wir uns für vier Wochen aus der Apotheke holen konnten.
Mein Milcheinschuss kam, Oliver trank von Tag zu Tag mehr und die Gelbsucht verschwand. Er war nun stark genug, um wieder aus der Brust zu trinken. Leider verwendeten wir keine speziellen Flaschen und Oliver hatte zunächst Schwierigkeiten, wieder aus der Brust zu trinken. Meine Hebamme klärte mich darüber auf, dass mein Sohn eine Saugverwirrung hatte. Schon wieder wurden wir mit etwas konfrontiert, was wir davor noch nie gehört hatten.
Zum Glück verschwand die Saugverwirrung nach wenigen Tagen von selbst und Oliver tank wieder einwandfrei aus meiner Brust.

Eine Zeit zum genießen. Während ich ihn stillte, stand die Welt um mich herum für einen Moment still. Alles, was ich fühlte, war Liebe. Dieses kleine wunderbare Menschlein so nah bei mir zu haben und zu wissen, ich gebe ihm gerade alles was er braucht, verlieh mir Sicherheit.

Nachdem wir nach vier Wochen unsere ärztlich verschriebene Medela Milchpumpe nicht mehr brauchten und wieder abgaben, kauften wir uns selbst eine kleine, elektrische Medela Pumpe. Alex war es sich von Anfang an gewöhnt, unseren Sohn ebenfalls mit Nahrung zu versorgen. Er genoss das Gefühl und mir verlieh die Pumpe Flexibilität. Etwa einmal die Woche pumpte ich etwas Milch ab. Ich konnte ohne Kind das Haus verlassen und Alex genoss das Gefühl, unserem Kind Nahrung zu geben. Die Bindung der beiden war dadurch von Anfang an sehr stark. Um eine weitere Saugverwirrung zu vermeiden, kauften wir auch die speziellen Muttermilch Flaschen von Medela. Der Wechsel zwischen Brust und Flasche war für Oliver kein Problem mehr.

Ich bin so froh, dass ich trotz unserer Startschwierigkeiten nie aufgegeben habe! Ich war offen, alles zu versuchen, um mein Kind auf natürliche Weise zu ernähren. Trotz anfänglichen abpumpen, entzündeter Brustwarzen und einer Saugverwirrung gaben wir nie auf. Ich stillte mein Kind sechs Monate voll, bis wir Beikost einführten.

Das war meine Stillgeschichte. Gezeichnet von Höhen und Tiefen und trotzdem so wundervoll. Ich freue mich so sehr, unsere Tochter in wenigen Wochen zu stillen. Die Erinnerung verleiht mir Kraft, trotz aufkommender Probleme durchzuhalten.

Medela hat dazu ein sehr schönes Video gemacht:

https://medela-blog.de/der-film

Sie haben sechs Familien besucht und sie einen Tag lang durch ihr neues Leben in der Stillzeit begleitet. Sie haben mit ihnen über ihre Hoffnungen und Wünsche gesprochen, über holprige Startversuche und innige Glücksmomente. Und sie haben festgestellt:
Jedes Kind ist einzigartig, jede Familie unterschiedlich, aber eins haben alle Eltern gemeinsam: den Wunsch, ihrem Baby nur das Beste zu geben. Muttermilch, von Anfang an.

 

Liebe Grüße, Jasmin