Unser Lernturm / Ikea Hack Learning Tower


Heute möchte ich euch meine kleine Küchenhilfe vorstellen: Unseren Lernturm.

Vor rund einem halben Jahr wurde das Zubereiten von Speisen für mich enorm erleichtert. Wir bauten einen Lernturm für Oliver und ab dem Moment musste ich ihn beim Kochen, Backen, Brötchen schmieren nicht mehr auf dem Arm halten. Gleichzeitig war die Angst verschwunden, er könnte von der Arbeitsfläche fallen oder auf den Herd fassen, sobald ich ihm den Rücken zudrehe.

Oliver ist mein kleiner Küchenchef. Das war er schon immer.

Er liebt es, mir zu Helfen. Wenn ich die Spülmaschine ausräume, ist er stets an meiner Seite. Er reicht mir die Teller und ich räume sie in die Schränke. Auch beim Wäsche waschen und aufhängen möchte er viele Tätigkeiten übernehmen. Er wirft die Wäsche sehr gerne in die Maschine, drückt die Knöpfe und schaut dann begeistert eine Weile beim schleudern zu. Beim Aufhängen stelle ich den Wäschekorb immer auf den Boden und er reicht mir die nasse Wäsche, welche ich dann aufhänge.
Auch meine Pflanzen im Garten profitieren von Olivers Hilfsbereitschaft. Er gießt jeden Abend mit seiner kleinen Gießkanne unsere Blumen. Besonderes Augenmerk dabei hat er auf alles Essbare gelegt. Unsere Himbeerpflanzen, der Johannisbeere, Heidelbeere, Schlehe, den Erdbeeren und unseren Kräutern geht es ausgezeichnet. Dazu nutzt er wie selbstverständlich das Wasser aus seinem Planschbecken. Das ist die beste Beschäftigung! -> Must-haves im Kleinkind-Sommer.

Auch in der Küche, oder vor allem in der Küche will er mir zur Hand gehen. ESSEN ist und war schon immer Ollis großes Hobby. Dazu gehört natürlich auch die Zubereitung.
Nicht selten hing er während ich kochte an meinem Hosenbein. Er wollte hochgehoben werden, um zu sehen, was ich mache. Manchmal setzte ich ihn deshalb auf die Arbeitsfläche, um die Hände zum kochen frei zu haben. Recht war mir das allerdings nie so richtig. Es war doch sehr gefährlich, einen einjährigen Jungen dort hinzusetzen. Ich konnte ihn keine Sekunde aus den Augen lassen und von „entpannt kochen“ konnte keine Rede sein. Es musste alles immer schnell gehen.
Ich koche ausgesprochen gerne und ich liebe es, meine Familie gesund zu ernähren. Daher koche ich frisch. Und das dauert…

Über Instagram sah ich einen Holzturm, in welchen ein kleines Mädchen stand und ihrer Mutter beim Kochen zusah. Sofort wollte ich mehr darüber wissen und fragte nach.

Es handelte sich um den Learning Tower Little Helper. Die Mutter schrieb mir, dass dieser Turm von ihrer Tochter täglich benutzt würde und sie es nur empfehlen kann.
Da der Turm, sowie andere Alternativen über 100 € kosten und ich nicht sicher war ob auch Oliver diesen annehmen würde, verzichtete ich vorerst.

Eigentlich handelt es sich bei dem Lernturm nur um einen etwas höheren Hocker, damit das Kind auf Höhe der Arbeitsfläche stehen kann. Ein Rand schützt das Kind davor, herunterzufallen. „Das muss man doch auch selbst bauen können“, dachte ich mir und wurde auch schnell fündig.
Wir entschieden uns für den „Ikea-Hack“. Man schraubt eigentlich nur zwei Hocker aufeinander und lässt eine Sprosse weg, damit das Kind selbstständig rein- und herausklettern kann. Diese Variante kostet 35 € und es war auf jeden Fall einen Versuch Wert.
Bereits wenige Tage später stand er und ich bin wirklich total überzeugt. Wir Lieben ihn! Übrigens finde ich ihn auch viel schöner als die Fertigvariante. 😉

Hier nun die Anleitung:

1. Ihr braucht dazu den Ikea Tritthocker BEKVÄM sowie den Ikea Hocker Oddvar.

Ok…vielleicht noch + ein wenig Farbe. 😉 Wir haben Speichelfeste Acrylfarben verwendet. Dieses Bild ist übrigens an Valentinstag entstanden. 🙂

2. Den Tritthocker Bekväm normal nach Anleitung zusammenbauen.
3. Beim Aufbau des Hockers Oddvar schraubt ihr die Sitzfläche nicht oben auf den Hocker, sondern unten an die Füße.  Damit euer Kind selbstständig in den Hocker hinein- und herausklettern kann, lasst ihr eine seitliche Strebe weg.
4. Nun schraut ihr den „falsch zusammengebauten“ Hocker Oddvar mit der Sitzfläche nach unten auf den Tritthocker Bekväm.
5. Wir haben den Lernturm nach der Fertigstellung noch schnell mit Schleifpapier abgeschliffen und anschließend mit Acrylfarben angemalt.

Der Lernturm ist nicht 100%ig kippsicher. Bei uns ist noch nie etwas passiert, auch nicht wenn Olli mal etwas mehr gewackelt hat. Dennoch sollte man das Kind niemals unbeaufsichtigt darin stehen lassen. Auch das wackeln im Turm unterbinden wir.

Im Internet sah ich ein Bild eines Lernturmes, bei welchem die übrig gebliebene Seitenstrebe zersägt und als zusätzliche Kippsicherheit an den vorderen Füßen hingeschraubt wurde. Wir haben darauf verzichtet, da diese Seite bei uns an der Arbeitsfläche steht und unsere Küchenzeile dafür keinen Platz bietet.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbauen und Anmalen eures Turms! Über Bilder eurer kreativen Lerntürme freue ich mich besonders!

 

Liebe Grüße, Jasmin

1 Kommentar

  1. Ich überlege ja auch immer, ob ich unseren umbauen soll, aber das nimmt wieder so viel Platz weg, den wir eigentlich nicht haben. Stattdessen steht aktuell die alte Spielküche vom Großen in der Küche und der Kleine kocht oft daran, während ich koche ^^ Irgendwie niedlich.

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