Unser kleines Linchen / Unser aktueller Rhythmus mit 2 unter 2


Acht Wochen ist unsere Lina nun schon auf der Welt und es kommt uns vor, als wäre sie schon immer da gewesen. So vertraut war mit ihr der Umgang von Anfang an. Sie ist ein unglaublich entspanntes, liebes Baby. Wenn ich ihr in die Augen sehe, habe ich den Eindruck, dass ich sie schon sehr lange kenne. Wir konnten in den ersten Wochen eine sehr innige, tiefe Bindung aufbauen. Das fühlt sich wundervoll an.

Es ist so anders als mit unserem Sohn damals. Wahrscheinlich liegt es an uns als Eltern. Wir sind einfach enorm viel entspannter im Umgang mit ihr, als mit Oliver zu dieser Zeit. Wir müssen nicht mehr lernen wie man stillt, welche Positionen für uns bequem sind, haben keine Angst mehr, dass das Kind „zerbricht“.  Alles fühlt sich einfacher an.  Wenn sie Geräusche macht, spüre ich, was sie von mir will, während es bei Oliver eher ein Rätselraten war. Zum Beispiel höre ich in ihrer Stimme sofort, wenn sie Hunger hat. Ich kann auch ihre Körpersprache viel genauer deuten und weiß zu jedem Zeitpunkt, wie ich mit ihr Umgehen kann.
Ich möchte nicht sagen, dass Oliver als Baby schwieriger war. NEIN, ich bin einfach eine viel entspanntere und erfahrenere Mami und das erleichtert den Alltag ungemein.
Oliver war eh ein „Anfängerbaby“ laut unserer Hebamme damals. 🙂 Er schrie sehr wenig, schlief von Anfang an gut und war ein zuckersüßes Würmchen.
Viele unserer Freunde, welche selbst Kinder haben, konnten es kaum glauben, wenn sie sahen wie ausgeglichen und entspannt er war. Im Alter von sechs Wochen schlief er bereits die Nächte durch und hat einen Rhythmus entwickelt, der es für uns als Eltern sehr leicht machte.

Wir wussten, das es mit Oliver verhältnismäßig gut lief und waren darauf gefasst, beim zweiten Kind diese schlaflosen Nächte zu erleben.
Die zweite Nacht im Krankenhaus verlief dann auch exakt so… Mit dicken Augenringen verließ ich am darauffolgenden Tag das Krankenhaus und hatte Angst, meinem Oliver in meinem müden Zustand die nächste Zeit nicht mehr richtig gerecht werden zu können.
Mein Mann beruhigte mich allerdings sofort und bot mir an, die nächste Nachtschicht zu übernehmen. Er meinte, er würde einfach mit ihr wach bleiben und sie mir dann zum Stillen bringen, wenn Lina Hunger hat. Dankend nahm ich das Angebot an und ging gegen 22 Uhr schlafen. Ihr werdet es nicht glauben, aber mein Mann und Lina schliefen ebenfalls….bis 4 Uhr morgens. Mein Mann brachte sie mir zum stillen und ich fragte ihn, ob ich die nächste Schicht übernehmen sollte. Er schaute mich lächelnd an und sagte, sie wären beide ebenfalls direkt eingeschlafen. Ich war zwar sehr erfreut das zu hören, fragte mich allerdings auch, was ich in der letzten Nacht im Krankenhaus falsch gemacht hatte. 😉 Nach dem Trinken schlief Lina direkt weiter bis 7 Uhr morgens.
Erholt starteten wir den nächsten Tag und auch die darauffolgenden Nächte waren ein Traum. Nur ein Mal stillen. Meist zwischen 3 und 4 Uhr morgens.
Während Lina im Krankenhaus die Nächte zum Tag machte und tagsüber kaum zu wecken schien, hatte sie bereits nach einem Tag zu Hause einen perfekten Rhythmus entwickelt. Liegt das an Oliver??? Wie es sich für einen frischgebackenen großen Bruder gehört, wurde das Schwesterchen bei ihrer Heimkunft viel gekuschelt und geküsst. Lina war noch nicht an dem Lärm um sie herum gewöhnt und dadurch viel wach, daher wahrscheinlich die gute erste Nacht.
Anschließend hat sich unsere Lina dem Rhythmus des Hauses (Olivers Rhythmus) angepasst. Ja tatsächlich macht sie Mittagsschlaf, wenn auch ihr Bruder Mittagsschlaf macht!
Die Schlafenszeiten der Kinder sehen nun nach acht Wochen etwa so aus:
Oliver 19 Uhr – 07 Uhr (ohne Unterbrechung) und 12 Uhr – 14 Uhr
Lina 21:30 Uhr – 08 Uhr (Stillen einmal pro Nacht) und 12 Uhr – 16 Uhr
Sie legt an den meisten Tagen noch drei kurze 20-Minuten-Schläfchen am Vor- und Spätnachmittag ein. Dabei nickt sie meist beim Stillen kurz ein, doch sobald ich sie weglege, ist sie nach kurzer Zeit wieder wach. Anders als nachts oder beim Mittagsschlaf. Hier schläft sie wie ein Stein. Ich vermute, dass sie nicht richtig zur Ruhe kommt, wenn Oliver während ihrer Einschlafphase im Raum ist. Daher der perfekte Mittags- und Nachtschlaf.

Wir sind sehr dankbar für ihren tollen Rhythmus, denn somit sind wir alle fit und gut gelaunt für den Tag und keiner kommt zu kurz.

Die ersten drei Wochen nach Linas Geburt hatte mein Mann Urlaub und wir konnten richtig gut als Familie zueinander finden. Daher auch meine lange Blogpause. Im Anschluss begann mein Alltag alleine mit den zwei Mäusen. Ich bin hier sehr bemüht, beiden Kindern zu gleicher Maßen gerecht zu werden. Dass dies nicht immer einfach ist, könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen, aber es klappt von Tag zu Tag etwas besser.

 

Liebe Grüße, Jasmin

1 Kommentar

  1. Das klingt wirklich großartig und ja, ich bin glatt ein kleines bisschen neidisch. Bei uns ist der Kleine tatsächlich vollkommen anders als der Große und fordert uns an vollkommen neuen Stellen heraus 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*






© 2017 Junges Familienglück | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders NorenHoch ↑