„Das Leben ist glücklich, wenn es deiner Natur entspricht“. Dies ist ein 2000 Jahre altes Zitat
des Philosophen Lucius Annaeus Seneca, welches wir uns heute immer wieder in Erinnerung rufen sollten.

Stillen ist natürlicher als Flaschenmilch – Trösten ist natürlicher als schreien lassen –

TRAGEN IST LIEBE!

In meinem Bauch hatte es Oliver immer kuschlig warm, er fühlte sich geborgen und wurde ausgezeichnet versorgt. Durch meine Bewegungen ist er eingeschlafen, mein Herzschlag war seine Musik. Ich war seine vertraute Umgebung. Nach seiner Geburt ist meine Nähe und meine Aufmerksamkeit das allerwichtigste für ihn.Trotzdem schenkte ich Sätzen wie „Trag dein Baby lieber nicht zu viel, du verwöhnst ihn“ Gehör. Gerade von der älteren Generation bekam ich diesen Ratschlag, und haben ältere Leute nicht immer Recht? Sie haben doch so viel Erfahrung.
Eine Liebe Freundin sagte mir während der Schwangerschaft: „Als Mama musst du selbst der Experte werden“. Wie recht sie hat!

Tragen heißt nicht Verwöhnen! Sein Kind in den ersten Lebensjahren viel zu tragen ist eine Praxis, die so alt ist wie die Menschheit selbst.
Babys sind dazu gemacht, um getragen zu werden! Sie bringen von Natur alle Vorraussetzungen dafür mit.
– Ihre Beine sind O-Förmig, perfekt um auf Mama oder Papas Hüfte zu sitzen.
– Hebt man ein Kind hoch, zieht es reflexartig seine Beinchen nach oben und nimmt die Anhock-Spreiz-Haltung ein.
-Babys sind kurzsichtig. Alles, was weiter weg als 30cm ist, sehen sie
nicht. In den ersten Monaten ist das Gehirn nicht ausgereift genug, um
zu wissen, dass es außerhalb des eigenen Sichtfeldes noch etwas gibt. Das
heißt, was sie nicht sehen, riechen oder fühlen, existiert für sie in diesem Moment nicht. Auch Mama oder
Papa…
– Der natürliche Greifreflex der Babys dient ihnen auch dazu, sich bei Bedarf beim Tragenden einzuhalten.
– Babys, die getragen werden, schreien 40% weniger.

Tragen und das Bedürfnis nach Körperkontakt und Nähe sind elementare Grundbedürfnisse, die tief in unseren Genen verankert sind. Babys, die diese Grundbedürfnisse erfüllt bekommen, entwickeln sich nachweislich besser. Und zwar in jeder Hinsicht: Gesundheitlich, körperlich, geistig, psychisch und sozial. Verwöhnt werden Kinder, die mehr bekommen als sie brauchen, aber zu viel Liebe und Zärtlichkeit gibt es nicht! Babys sind kleine Entdecker. Wenn sie genug gekuschelt haben, wenden sie sich von alleine anderen Dingen zu, denn sie suchen Herausforderungen.
Beim Körperkontakt wird das körpereigne Hormon Oxytocin gebildet. Sowohl
beim Baby, als auch beim tragenden Elternteil, dadurch entsteht das
Gefühl von Liebe. Was kann bei der Erziehung seines Kindes besser sein,
als eine starke Verbundenheit?

Kuscheleinheiten sind Balsam für die Seele von Mutter, Vater und Kind.

 

Liebe Grüße, Jasmin