Seit Schwangerschaftswoche 27 habe ich immer wieder unregelmäßige Kontraktionen. Die Gebärmutter zieht sich immer wieder zusammen und wird hart. Teilweise im Minutentakt. Daher war ich eine Woche Stationär im Krankenhaus mit strenger Bettruhe. Ich bekam das Wehenhemmende Medikament Adalat verabreicht. Anfangs dreimal täglich jeweils 40mg. Nachdem die Wehen keine Auswirkungen auf den Muttermund ausübten, senkten wir die Dosis langsam. Erst dreimal täglich jeweils 20mg, dann 10mg, 5mg und schließlich war ich nach einer Woche wieder Medikamentenfrei. Die Wehen haben sich durch dieses Medikament eh nicht beeindrucken lassen.

Die Lungenreifungsspritze

Die Ärzte wollten mir die Lungenreifungsspritze verabreichen. Nachdem der Muttermund aber fest verschlossen war und die Länge des Gebärmutterhalses in Ordnung war lehnte ich vorerst ab. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass das Kind sich tatsächlich auf den Weg macht. Meine Gebärmutter ist einfach etwas gestresst gewesen. Durch Außeneinflüsse (Stress in der Arbeit, Hausarbeit, etc.), aber auch durch die starken Kindsbewegungen. Dass ich das Kind so sehr spüre und die Gebärmutter dadurch mehr gereizt wird kann unter anderem auch an der Hinterwandplazenta liegen.

Ich wollte erst etwas im Internet über die Lungenreifungsspritze lesen um meinen Kind nicht unnütz zu schaden. Nun bin ich heilfroh, dass ich die Spritze abgelehnt habe. Fakt ist, dass die Spritze absolut berechtigt ist, wenn man das Gefühl hat es kommt zu einer Frühgeburt. Hier ist sie wirklich hilfreich. Im Krankenhaus arbeiten die Ärzte oft nach Plan, sie schauen sich nicht den individuellen Fall an. Vorzeitige Wehen = Lungenreifungsspritze.

Diese Spritze kann zu Spätfolgen wie Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck führen. Wenn sie nicht unbedingt sein muss sollte man nicht in die Natur eingreifen.

Das CTG schreibt bis heute Wehen auf. Teilweise leichte Kontraktionen, die ich nur als unangenehm empfinde, teilweise stärkere Wehen die leichte Schmerzen verursachen. Das heißt ich lebe nun bereits seit 8 Wochen damit und der Muttermund ist nach wie vor verschlossen.

 

Wegen den Wehen lebe ich seit 8 Wochen auf Sparflamme. Ich versuche die Gebärmutter nicht zu reizen und habe für mich Mittelchen gefunden, welche mir helfen.Vielleicht können Sie auch eure Schmerzen lindern.

Was ich gegen meine Wehen unternehme:

  • Eingeschränkte Bettruhe (Einkaufen, Kochen, Spazieren gehen ist in Ordnung, Partys, Sport, alles anstrengende ist TABU) Ich höre einfach auf meinen Körper.
  • Magnesium. Ich nehme aktuell 900 mg. Täglich. Für mich ist hierbei wichtig, dass ich es ausgeglichen auf den ganzen Tag verteile. Morgens, mittags, abends, jeweils 300 mg.
  • Bryophyllum von Weleda. Ein rein pflanzliches Mittel. Es ist eine Empfehlung der Hebamme aus dem Krankenhaus. Es ist ein Pulver, welches aus einer Pflanze Namens Keimzumpe gewonnen. Das ist diese Pflanze, deren reife Blüten „weghüpfen“ wenn man sie an der einen Seite leicht drückt. Ich nehme drei-bis fünfmal täglich jeweils eine Messerspitze unter die Zunge.
  • Frauenmantelkraut gemischt mit Melissenblätter. Wieder eine Empfehlung meiner Hebamme. Schöner Nebeneffekt, dieser Tee hilft auch gegen Durchfall und Bauchschmerzen. Ich bereite ihn mithilfe eine Teesiebes zu. Aktuell trinke ich je nach Bedarf 1-3 Tassen am Tag.
  • Toko-Öl, es enthält Lavendel, Linaloeholz, Majoran, Mandel-, Nachtkerzen- und Weizenkeimöl. Es wird vorsichtig auf den Bauch aufgetragen, nicht massiert. Es beruhigt die Gebärmutter etwas. Ich verwende es ca. alle zwei bis drei Tage.
  • Entspannung. Stress und Druck sind jetzt fehl am Platz. Ich bin leider unerfahren was Meditation oder Yoga angeht. Für mich bedeutet ein warmes Bad und den Kopf freibekommen Entspannung.

 

Liebe Grüße, Jasmin