Beschwerden und Befinden, sechsunddreißigste Woche.

– Müdigkeit

Aktuell empfinde ich beinahe durchgehend Müdigkeit. Woran das liegt ist auch ganz einfach auf den Punkt gebracht. Meine Nächte sind die Katastrophe. Ich habe in den vergangenen Einträgen bereits oft über meinen dauerhaft prallen Bauch und den penetrierenden Wehen berichtet. Nun leide ich bereits seit 10 Wochen unter den vorzeitigen Wehen, doch seit letzter Woche haben sie ihren Höhepunkt erreicht. Teilweise zieht sich die Gebärmutter im Minutentakt zusammen. Die Wehe hält zwischen einer und vier Minuten an. Ich wache bei jeder Wehe auf. Nach der Wehe strampelt dann das Baby und dank der Hinterwandplazenta fühlt sich die Gebärmutter dadurch noch gestresster und so schaukelt sich das hoch. Ich komme nachts ca. auf 4 Stunden Schlaf. Eindeutig zu wenig.

– Appetit

Mein Appetit ist nach wie vor verrückt. Ich könnte den ganzen Tag lang essen. Leider das falsche, der Appetit richtet sich hauptsächlich auf süße Dinge. Ohne Werbung machen zu wollen, MC Donald Eis steht im Moment ganz oben auf meiner Liste. 😉
An dieser Stelle ein dickes Lob an meinen lieben Mann, der mir im Moment beinahe täglich auf dem Heimweg vom Büro ein Eis mitbringt. 🙂
Oft wurde mir berichtet, man könne zum Ende der Schwangerschaft nicht mehr so viel essen, nicht so bei mir. Der Grund dafür ist auch gefunden. Normalerweise drückt das Baby zum Ende der Schwangerschaft auf den Magen. Dadurch, dass ich bereits Senkwehen hatte und mein Baby mit dem Kopf tief im Becken liegt, bleibt mir das erspart. Aus diesem Grund habe ich auch kein Sodbrennen. Zumindest davon bin ich verschont geblieben.
Meine Gewichtszunahme während der gesamten Schwangerschaft ist gruselig wenig! Ich habe mehrfach mit meiner Ärztin darüber gesprochen. Scheinbar haben die Schwangerschaftshormone Auswirkung auf meinen Stoffwechsel. Das Baby ist davon Gott sei Dank nicht betroffen. Der kleine ist seiner Zeit zwei-drei Wochen voraus. Er wird aktuell auf 3000-3200 Gramm geschätzt.

– Haut

Im Moment kommt es mir so vor, als hätte sich mein Hautbild wieder etwas verschlechtert. Vielleicht täusche ich mich auch und in zwei bis drei Tagen sehe ich wieder besser aus. 😉 Ich bin heilfroh, dass die Schwangerschaftsakne nie wieder den Stand von Januar – März erreicht hat. Die ersten zwölf Wochen litt ich wirklich sehr darunter, aber der Körper gewöhnt sich eben doch an fast alles.

– Sonstige Beschwerden

Wo soll ich anfangen? Eigentlich habe ich nur ein einziges Problem, welches allerdings gefüllte 100 andere Probleme auslöst. Die blöden Wehen, der harte Bauch. Dadurch kann ich nicht schlafen, meine Rippen fühlen sich während einer Wehe an, als würden sie in 1000 Teile zerspringen! Neu, mein Bauchnabel schmerzt nun auch, Ursache ist ebenfalls der Stein-Bauch.
Mein Darm arbeitet durch die erhöhte Dosis Magnesium (900mg täglich) auch nicht mehr wie er sollte. So kommt es zu Durchfall. Als würde all das nicht reichen bekam ich nun auch noch Rückenschmerzen.
Was ist mit den typischen Beschwerden schwangerer Frauen? Sodbrennen, Wassereinlagerungen? NIX. Ich würde gerne tauschen!
Ich bin enttäuscht von meinem eigenen Körper. Warum funktioniert er nicht so wie er sollte? Warum Wehen seit SSW27?
Ich leide unter starken Stimmungsschwankungen, ausgelöst von den dauerhaft anhaltenden Schmerzen und dem Schlafentzug. Ich versuche positiv zu denken, aber es stimmt mich traurig, dass ich meine Schwangerschaft nicht mehr genießen kann. Es sollte schön sein und ich sollte jeden Tag davon genießen. Schlimm, wenn der Körper nicht so will wie der Kopf.
Ich muss mir immer vor Augen halten, es könnte auch viel schlimmer sein. Ich bin heilfroh, dass mein Baby keine Frühgeburt geworden ist. Zumindest der Muttermund scheint mehr als gut zu funktionieren.
Gegen die Schmerzen erhielt ich vom Krankenhaus Zäpfchen 1000 mg Paracetamol mit Codein. Ich habe im Internet nichts Gutes darüber gelesen und versuche es daher zu vermeiden. Ich muss jetzt stark sein, für mich und mein Baby!

Aber Tage zählen ist erlaubt? 😉

 

Liebe Grüße, Jasmin