Heute ging es endlich los. Aufgrund meiner vorzeitigen Wehen konnte ich den Termin kaum erwarten. Der Geburtsvorbereitungskurs besteht aus sechs Teilen. Sechs Termine, die jeweils 120 Minuten dauern. An drei Terminen mit Partner, drei Termine ohne den Partner. Es werden Themen behandelt wie Körperarbeit, Entspannungsübungen, Massagen, Gespräche über einzelne Geburtsphasen, Stillen, Brustvorbereitung, Kliniksituation, ambulante Geburt usw.
Jeden Donnerstag findet ein Termin statt. Ich hoffe, ich kann den Termin in sechs Wochen noch wahrnehmen. 😉
Der Großteil der Kosten wird von der Krankenkasse übernommen. Ich muss lediglich einen einmaligen Unkostenbeitrag von 20 € bezahlen. Alex muss für die drei Termine jeweils 10 € bezahlen. Also 50 € gesamt. Des Weiteren hinterlegt man eine Kaution von 80 € für eventuell versäumte Stunden. Bei Kursende erhält man diese Kaution anteilsmäßig (7 € pro teilgenommener Stunde) zurückerstattet.

Angefangen hat der heutige Kurs mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Es waren zwölf schwangere Frauen zwischen der 26ten und 33 SSW, die kurz ihren Namen sagten und über ihre aktuellen Beschwerden berichtet haben. Zu den häufigsten Beschwerden gehörten Wadenkrämpfe, Wassereinlagerungen und Rückenschmerzen. Die Kursleitende Hebamme empfahl hauptsächlich Magnesium, Schüssler Salze und Stützstrümpfe. Ich war die einzige Teilnehmerin, die bereits mit Wehen und einen dauerhaft harten Bauch kämpft. Zu mir sagte sie nur, ich soll so wenig wie möglich machen! Mich entspannen und viel Magnesium zu mir nehmen.
Im Anschluss an die Vorstellungsrunde machten wir eine Übung für den Beckenboden. Ich durfte leider nicht so mitmachen wie ich es gerne hätte. Wir legten uns auf Bodenmatten, klemmten ein Stillkissen zwischen die Beine und stützen damit den Bauch. Dann kreisten die anderen Damen mit ihren Beinen, da musste ich aussetzen, zu viel Anstrengung. Dann wurde der Beckenboden angespannt und wieder entspannt.
Sie zeigte uns noch paar Atemübungen, die wir während der Geburt benötigen. Durch die Nase Einatmen, in die Brust atmen, in den Bauch atmen, das Kind mit der Luft umhüllen und durch den Mund lautstark ausatmen. Das widerholten wir mehrfach.
Nach dieser Übung erzählte sie uns noch, warum dass alles so wichtig sei. Sie erzählte von Sauerstoffmangel während der Geburt, von Inkontinenz und davon das so manche Frau bis vier Monate nach der Geburt beim Lachen, Niesen, Husten in die Hose pinkelt…da wurde mir klar, warum Termin eins ohne den Partner war. 😉
Die zwei Stunden sind eigentlich sehr schnell vergangen und ich empfand den Termin als informativ. Etwas schade ist, dass es zumindest heute noch wenig bis keine Konversationen zwischen den Schwangeren gab. Eher eine schüchterne Truppe. Vom Alter würde ich sagen sind wir zwischen 24 und 35 Jahren. Wovon ich wahrscheinlich die jüngste bin. Es machten eigentlich alle Frauen einen sympathischen Eindruck auf mich.
Vielleicht ergibt sich in den nächsten Wochen noch der ein- oder andere Kontakt.

 

Liebe Grüße, Jasmin