Im Moment, da ich mit meinem Baby sehr eingespannt bin, schläft
mein Hobby, die Fotografie beinahe. Während ich früher gerne mit meiner Kamera losgezogen bin und Landschaftsbilder geschossen habe, ist nun mein liebstes Motiv mein
Söhnchen. Doch auch hier muss ich zugeben, ich fotografiere ihn zu 90% mit meinem
Handy… Doch wenn ich ihn mit der Spiegelreflexkamera fotografiere, dann
fotografiere ich in RAW und JPEG. Wenn mir die Bilder gut gefallen und
ich mir etwas Zeit nehmen kann, bearbeite ich das Bild nach.

Ich arbeite hauptsächlich mit dem Fotoprogramm Adobe
Lightroom. Es ist eine sehr viel kleinere Version von Adobe Photoshop, genau genommen nur eine Funktion „Bildentwicklung“
aus dem riesigen Programm. Es ist erstens viel günstiger und reicht für meine nicht
professionellen Zwecke vollkommen aus. Am besten gefällt mir daran
allerdings die doch sehr einfache Bedienung! Ich musste mich nicht lange
einlesen, sondern konnte direkt loslegen.

Ich finde es nicht gut, wenn Bilder zu stark verändert werden. Ganz schrecklich finde ich es, wenn ein eh schon schlankes Model auf dem Titelbild nochmal eine „Photoshop Fettabsaugung“ erhält.
Ich verändere niemals einen Menschen auf einem Bild. Für mich bedeutet der Begriff „Bildbearbeitung“ ausschließlich die Veränderung des Lichtes. Denn mit Lichtern kann man Fotos wunderschön hervorheben.

Ich beginne bei jedem Bild gleich. Als erstes schaue ich mir den Bildschnitt
an. Oftmals ist das Motiv zu weit weg, oder es befinden sich rechts
oder links störende Gegenstände im Bild. Manchmal empfinde ich den
Schnitt auch einfach nur als zu langweilig, dann schneide ich einen
Bereich aus und drehe ihn manchmal etwas, um das Bild spannender aussehen
zu lassen.

Für einige Hindergründe verwende ich immer die gleichen Einstellungen. Z.B. für Bilder, welche auf meiner Couch entstehen. Durch die graue Wand und die dunkelblaue Couch wirken die Bilder meist recht „kalt“. Ich stelle die Bildtemperatur bei diesem Motiv immer auf +8, ebenso die Tönung +8. Der Rest ist individuell. Ich drehe an den Rädchen, bis es mir gefällt.
In diesem Fall.
Belichtung +60
Lichter -5
Tiefen +10
Weiß -5
Schwaz +10

Als letztes drehe ich noch die Bildschärfe auf +20 und gleichzeitg die Rauschreduzierung auf +15.
Das mache ich bei fast allen Bildern. Es lässt das Bild klarer und dennoch weich aussehen.

Wie ihr seht, die größte Veränderung meiner Bilder stellt die Belichtung dar. Für mich gibt es den Begriff „Überbelichtet“ nicht. 🙂

 

Liebe Grüße, Jasmin