7 Monate. Ich kann nun sagen, dieses Alter ist bislang mein Liebstes. Es hat sich so viel verändert. Er versteht jeden Tag mehr und überrascht uns immer wieder mit seinen neuen Features.
Sein Brabbeln und sein Lachen sind Musik in meinen Ohren. Seine Bewegungen, das schönste Yoga der Welt und seine Entwicklung, ein Wunder, das direkt vor meinen Augen geschieht.

Baby Oliver sieben Monate alt.

Entwicklung:

Geburtsgewicht 3340 Gramm -> 8600 Gramm.
Geburtsgröße 51 cm -> 70cm.

Dieser junge Mann wird jeden Tag ein Stückchen selbstständiger. Wo ist mein kleines Baby hin, das auf dem Rücken unter seinem Spielbogen lag, nicht vom Fleck kam und dessen Highlight es war, wenn die Greiflinge über ihn wackelten? Wenn ich ihn heute unter seinen Spielbogen lege und kurz wegsehe, hat er sich danach um 180° gedreht und sich ein Spielzeug geschnappt, von dem ich nicht einmal wusste, dass es in seiner Rechweite liegt und es garantiert auch schon wieder nass geschlappert.
Früher (vor wenigen Wochen) mussten wir ihn alles in die Hand geben. Heute verteile ich sein Spielzeug um ihn herum und Oliver holt sich selbstständig, worauf er Lust hat.
Wenn er auf dem Bauch liegt, kann er sich in windeseile um die eigene Achse drehen. Letzten Monat noch unbewusst, nun absolut gewollt in beide Richtungen. Zwischendurch hebt er immer wieder seine Arme und Beine gleichzeitig an und geht in die Schwimmer-Position. Er muss mittlerweile eine unglaubliche Rückenmuskulatur besitzen, denn das ist äußerst kräftezehrend, habe ich im Selbststudium festgestellt. Er denkt auf diese Art und Weise kann er sich fortbewegen und harrt teilweise eine Minute in der Position aus. Das sieht erstmal sehr witzig aus, tut mir aber mittlerweile auch sehr Leid, zu sehen wie er Misserfolg erfährt. Ich würde es ihm so sehr wünschen, dass er Vor- oder Rückwärts kommt. Sein kleines strahlendes Gesicht, wenn er sich dreht und stolz auf seine Leistung ist, lässt mein Herz schneller schlagen. Ich bin sicher, sobald er robbt, springt es mir aus der Brust!
Letzten Monat habe ich darüber berichtet, dass Oliver seine Füße immer mehr in die Luft streckt und ich dachte, dass es nur noch wenige Tage bis zum Zehen nuckeln seien.
Zwei Tage nach dem 6 Monats Update war es bereits soweit. Er hebt die Füße, greift nach ihnen und steckt sie sich in den Mund. Das sieht unglaublich süß aus! Manchmal kippt er dabei zur Seite, geht aber direkt wieder zurück in die Rückenlage.
Auch hat er gelernt, sich seine Socken auszuziehen, was Mami gut auf Trab hält. 🙂 Ich freue mich auf den Sommer!
Brabbeln, brabbeln, brabbeln, damit beginnt und endet jeder unserer Tage im Moment. Ihn morgens über das Babyphone fröhlich, quietschend, kreischend und brabbelnd zu hören ist unglaublich erfüllend und gleichzeitig der effizienteste Wecker. Ich bin dadurch nicht nur wach, sondern auch fit und freue mich darauf, meinen Tag mit ihm zu starten.

Persönlichkeit:

„Little but loud“ trifft es im Moment ganz gut. Wie kann ein so kleiner Mensch, so unglaublich laut kreischen? Ja, richtig, Oliver kreischt. Das hat er von seiner Mama gelernt und ich würde es fast eine Art der Kommunikation zwischen uns nennen. 🙂 Wenn er sich freut, dann lacht und kreischt er laut. Er sieht mich dann an und wartet förmlich auf meine Antwort. Ich kreische dann ebenfalls und so geht das manchmal über 10 Minuten. Ich will nicht wissen, was die Nachbarn denken. 🙂
Oliver ist ein richtiges gute Laune Kind. Er erfreut sich an vielen Kleinigkeiten und lacht über nicht nachvollziehbare Dinge. Wenn er anfängt laut zu Lachen, muss ich manchmal erst überlegen, was nun gerade so lustig ist. Letzten Monat waren es oftmals meine Haare, wenn diese zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden waren und zu ihm runterhingen, oder durch meine Bewegungen wackelten. Diesen Monat konnte so gut wie alles ein Lachflash auslösen. -> und sein Lachen ist absolut ansteckend!
Oliver ist aber auch ein kleiner Mann mit großem Willen. Darauf sind wir sehr stolz. Er entwickelt seine Persönlichkeit immer weiter und wir lassen sie ihn entfalten.
Wenn er auf meinem Schoß sitzt und der kleine Hunger kommt, dreht er sich um und zieht mich fast aus. Mit verschiedenen Lauten unterstreicht er seinen Willen. Er hat genau verstanden, dass ich seine Nahrungsquelle bin, denn beim Papa versucht er es erst garnicht. Blöd nur, wenn das genau in der Kirche passiert. -> Schnell zu Papa auf den Schoß…
Oliver hat 5 Monate lang keinen Schnuller gewollt. Darüber waren wir eigentlich ganz froh, aber einmal ausprobiert, wird er nun regelrecht eingefordert. Wir geben ihm den Schnuller allerdings nicht den ganzen Tag. Er bekommt ihn beim Autofahren, beim Mittagsschlaf und in diesem Fall in der Kirche. 😉

Essen:

Olivers Hobby.
Er ist ein wirklich unersättliches Kind. 🙂 Es gibt nach wie vor nichts, wirklich nichts, was ihm nicht schmeckt. Auch Mengentechnisch hat er keine Grenzen. Wir und die Natur stellen seine Grenzen dar.
Unser Tag sieht ungefähr so aus:

Morgens Stillen
Vormittags Stillen
Mittags Beikost (190 Gramm)
Nachmittags Stillen
Spätnachmittags Stillen (Optional)
Abends Stillen

Beim Stillen trinkt Oliver mich immer leer. Sogar die Morgenladung nach 12 Stunden Pause für meinen Körper, schafft er auszutrinken. Beim anschließenden Bäuerchen kommt dann schon des Öfteren wieder etwas raus.
Mittags sieht es ähnlich aus. Er bekommt in etwa 190 Gramm Gemüse pur oder mit Fisch oder Fleisch vermischt (Speiseplan kleiner Gourmet).
Wir haben ihm bereits zweimal so viel zu Essen gegeben wie er wollte, um seine Grenze kennenzulernen. Er übergibt sich und bekommt Bauchschmerzen. Aufhören zu Essen steht außer Frage. 190 Gramm ist aktuell seine Wohlfühlgrenze.

Schlafen:

Wir können uns wirklich nicht beschweren, Oliver ist ein ausgezeichneter Schläfer. Nachts schläft er von 19:30 Uhr – 07:30 Uhr ohne Unterbrechungen. Die Abendroutine ist ihm bekannt und vollstens akzeptiert. Er lässt sich problemfrei ins Bett legen.
Tagsüber schläft Oliver in der Regel zweimal. Am Vormittag für etwa 30 Minuten und Mittags zwischen einer und drei Stunden.
Allerdings ist er so sehr an unsere Rituale gewöhnt, dass es sich manchmal etwas schwieriger gestaltet, wenn wir Besuch haben oder nicht zu Hause sind. Er möchte nichts verpassen und strengt sich richtig an, um nicht doch einzuschlafen. Ein paar Tricks funktionieren dennoch immer. Autofahren oder schieben im Kinderwagen. Somit lässt es sich arrangieren, auch während seiner Schlafenszeiten das Haus zu verlassen. Wenn wir Zuhause sind, macht er seinen Vormittagsschlaf entweder auf mir oder im Laufstall. Für seinen langen Mittagsschlaf legen wir ihn direkt nach dem Mittagsbrei in sein Bett. Wir ziehen ihn dazu seinen Schlafsack an, dunkeln den Raum etwas ab und singen ihm vor. Genau wie abends. Mittlerweile ist das so in ihm drin, dass er oftmals nach einer Minute bereits schläft.

Favorites:

Alles, was Mama und Papa benutzen, ist nun interessant. Vorallem das Handy und die Fernbedienung machen auf ihn einen spannenden Eindruck. Er kann ihnen nicht widerstehen. Er hat es schon geschafft, alles zu verstellen. Funktionen, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Der Papa hat es Gott sei Dank wieder gerichtet.
Bei seinem eigenen Spielzeug wird er langsam recht wählerisch. Er spielt am liebsten mit den Dingen, die Sound machen. Seine Rasseln sind manchmal noch interessant, während seine Greiflinge ihn überhaupt nich mehr interessieren.
Oliver ist ein sehr wildes Kind. Er liebt es, wenn Mama oder Papa ihn in die Luft werfen, oder wenn wir mit ihm auf dem Arm hüpfen. Er lacht dabei unglaublich süß.
Neu ist das Spiel „Wo ist die Mama“. Er liegt dabei meistens auf dem Rücken streckt seine Füße hoch und ich verstecke mich dahinter. Wenn er mich dann zwischen seinen Beinchen entdeckt, freut er sich rießig.

Hates:

Vergangenen Monat gab es wenig Hates.
Das einzige, was ihm nicht sonderlich Spaß macht, ist im Moment Autofahren bei Dunkelheit. Aber wer mag das schon?
Ich habe mir gerade die Hates der vergangenen Monate angesehen und die meisten davon haben sich in Luft aufgelöst.
Monat1: Auf Essen warten.
Ja, ok, dieses Hate besteht nach wie vor, ist aber bei weitem nicht mehr so tragisch wie damals. Wenn er sieht, dass ich seinen Brei mache, wird er meist schon etwas unruhig und zappelig. Die ersten Löffel werden dann regelrecht verschlungen. 🙂
Monat3: Mützen
Es ist erstaunlich, aber von seiner Mützen Abneigung ist aktuell nichts mehr zu sehen. Wir haben etwa 5 verschiedene Mützen im Einsatz und ich kann ihm alle problemfrei anziehen.
Monat5: Liegen im Laufstall
Wahrscheinlich war ihm der Laufstall eine Zeit lang einfach zu langweilig. Er sieht von dort aus nur wenig und kam mit den Händen nicht an sein Mobile. An die Spielsachen rechts und links von ihm kam er ebenfalls nicht.
Heute mag er den Laufstall wieder, denn er ist voller Spielsachen, die er nun selbst holen kann. Auch das Mobile ist nun wieder erreichbar für ihn.
Monat6: Autofahren
Dieses Problem besteht nun nur noch bei Dunkelheit.
Tagsüber ist Autofahren kein Thema mehr. Wir haben ein Spielzeug an seiner Autoschale befestigt, damit er abgelenkt ist. Über ihm, an der Kopfstütze befindet sich ein Spiegel, welcher eigentlich für mich und Alex ist, damit wir ihn vom Fahrersitz aus sehen können. Oliver flirtet aber gerne mit seinem Spiegelbild, somit ist auch das wieder eine gute Beschäftigung für ihn.
Bei längeren Autofahren bekommt Oliver einen Schnuller.
Auch bei Dunkelheit ist der Schnuller für ihn beruhigend. Wenn Alex dabei ist, setze ich mich oftmals zu ihm auf den Rücksitz, spiele und singe mit ihm.

Es war so ein schöner Monat mit ihm, im Moment passiert so viel und Oliver versteht immer mehr. Es ist so wundervoll, seine Entwicklung zu beobachten.
Für ihn ist jeder Tag ein Abenteuer und somit auch für Mama und Papa. Der kommende Monat wird sicherlich wieder voller neuer, aufregender Entwicklungsschritte sein und ich kann es nicht erwarten, euch davon zu berichten!

 

Liebe Grüße, Jasmin