36 Wochen / Wehwehchen und Lösungsansätze


Diese Schwangerschaft ist eine wahre Herausforderung. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Von Enttäuschungen über den eigenen Körper, Sorgen um die Gesundheit des Babys, zahlreichen Beschwerden und Schmerzen, bis hin zur Angst, nicht ausreichend für meinen Sohn da zu sein. Die Liste der Sorgen, Beschwerden und Ängste ist lang.

Das wichtigste war natürlich Oliver. Aufgrund der vorzeitigen Wehentätigkeit und des daraus resultierenden verkürzten Gebärmutterhalses musste ich die letzten Wochen viel liegen und darf meinen Sohn nicht mehr heben. Was mit einem 17-Monate alten Kind natürlich nicht so leicht funktioniert. Lange haben wir überlegt, wie wir alles schaffen können, ohne dass unser Sohn zu kurz kommt. Für uns gab es nicht die eine passende Lösung, wir mussten unseren kompletten Alltag umstellen. Mein Mann hat seine wöchentliche Arbeitszeit von 40 auf 30 Stunden reduziert, um mich hier mehr zu unterstützen. Einen Teil des daraus hervorgehenden Verdienstausfalles übernimmt unsere Krankenkasse, denn mein Mann ist sozusagen meine Haushaltshilfe. Des Weiteren hat er von seinem Arbeitgeber Homeoffice bis zur Geburt unserer Tochter genehmigt bekommen. Mehr dazu findet ihr in einem vergangenem Blog-Post „28 Wochen“.

Meine letzten Beiträge drehten sich viel um die beschriebene Problematik. Darüber hinaus habe ich weitere Beschwerden, für die ich zumindest teilweise Lösungen oder Verbesserungen erreichen konnte. Vielleicht ist das ein- oder andere interessant für euch.

Beginnen wir bei meinem schlimmsten Problem, den Wehen.

Was ich gegen meine Wehen unternehme:

  • Magnesium. Ich nehme aktuell 900 mg. Täglich. Für mich ist hierbei wichtig, dass ich es ausgeglichen auf den ganzen Tag verteile. Morgens, mittags, abends, jeweils 300 mg.
  • Bryophyllum von Weleda. Ein rein pflanzliches Mittel. Es ist eine Empfehlung der Hebamme aus dem Krankenhaus. Es ist ein Pulver, welches aus einer Pflanze Namens Keimzumpe gewonnen. Das ist diese Pflanze, deren reife Blüten „weghüpfen“ wenn man sie an der einen Seite leicht drückt. Ich nehme drei-bis fünfmal täglich jeweils eine Messerspitze unter die Zunge.
  • Frauenmantelkraut gemischt mit Melissenblätter. Wieder eine Empfehlung meiner Hebamme. Schöner Nebeneffekt, dieser Tee hilft auch gegen Durchfall und Bauchschmerzen. Ich bereite ihn mithilfe eine Teesiebes zu. Aktuell trinke ich je nach Bedarf 1-3 Tassen am Tag.
  • Toko-Öl, es enthält Lavendel, Linaloeholz, Majoran, Mandel-, Nachtkerzen- und Weizenkeimöl. Es wird vorsichtig auf den Bauch aufgetragen, nicht massiert. Es beruhigt die Gebärmutter etwas. Ich verwende es ca. alle zwei bis drei Tage.

Weitere Schwangerschaftsbeschwerden und Verbesserungsmöglichkeiten

  • Hüftschmerzen. Bereits in der ersten Schwangerschaft litt ich vor allem Nachts unter starken Hüftschmerzen. Ich musste mich beinahe alle 30 Minuten umdrehen und ab ca. 5 Uhr war die Nacht dann auch komplett vorbei. Geholfen hat mir bereits damals zum einen die Verlagerung des Gewichts sowie eine weiche Schaumstoffunterlage.
    Ich versuche weitestgehend einen Fuß auf mein Stillkissen zu legen. Das entlastet die Hüfte und ich kann länger auf einer Seite liegen.
    Den Durchbruch für eine gute Nacht erreichte ich allerdings mit einer äußerst weichen Schaumstoffplatte. Bei Amazon ist diese nicht sonderlich gut bewertet, da viele Leute schreiben sie sei zu weich. Für Schwangere Frauen genau allerdings optimal! Genau nach sowas habe ich gesucht.
  • Sodbrennen. Das war ehrlich gesagt vollkommen neu für mich. Vor wenigen Wochen brannte mir nachts der Hals und ich vermutete erst, dass ich krank werden würde. Nachdem ich mehrere Nächte ausschließlich dieses Symptom hatte, war klar, ich habe Sodbrennen. In der Apotheke wurden mir Kautabletten von Rennie empfohlen. Die Wirkstoffe sind Calcium- und Magnesiumcarbonat – Verbindungen, die auch natürlicherweise vorkommen, daher ist das Präparat auch in der Schwangerschaft kein Problem.
    Trotzdem habe ich natürlich erstmal versucht, über eine Ernährungsumstellung Linderung zu erreichen. Leider vergebens. Bei mir erzielen die Kautabletten eine gute und schnelle Wirkung.
  • Schwangerschaftsakne. Diese Mal kann ich mich eigentlich nicht beschweren. Meine Haut ist im Vergleich zur ersten Schwangerschaft ein Traum. Mit den ein-zwei Pickelchen kann ich sehr gut leben. Zur Pflege meiner Haut verwende ich eine Heilerde von Luvos. Diese lasse ich etwa 30 Minuten auf den betroffenen Stellen einwirken. Die Maske ist natürlich und ohne Alkohol. Ich kann sie jedem empfehlen.

 

Das Wichtigste in dieser Schwangerschaft ist für mich meine liebe Familie und unsere guten Freunde. Alle greifen uns aktuell unter die Arme. Jeder bietet seine Hilfe an und ich bin so dankbar dafür. Ich wollte nie um Hilfe bitten und mir damit Schwächen eingestehen.
Diese Situation war nicht anders zu meistern und ich frage mich, warum es mir so schwer gefallen ist? Alle helfen total gerne. Jeder auf seine Art und Weise und wir sind alle enger zusammengewachsen. Daher ist das mein wichtigster Tipp für euch alle: Egal ob schwanger oder nicht, als Gemeinschaft ist alles einfacher und ihr werdet vielleicht auch überrascht sein, wie gerne und selbstverständlich das Umfeld hilft.

 

Liebe Grüße, Jasmin

1 Kommentar

  1. Ach Mensch, ich denke jedes Mal, dass du es ja bald geschafft hast und dein Mädchen in den Armen hälst ^^ Du machst das wirklich super!

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