34 Wochen Lina Marie


Dieses Mäuschen bereitete uns in den vergangenen Wochen viele Sorgen. Nach der Diagnose eines verkürzten Gebärmutterhalses und den unangenehmen Schmerzen der vorzeitigen Wehen mussten wir unseren kompletten Alltag umstellen, um das Leben unserer Tochter zu schützen. Meine Gefühle und Emotionen fuhren Achterbahn. Ich war schnell gereizt,  oft ratlos und konnte mir nicht vorstellen, wie wir die nächsten Wochen verbringen konnten, ohne allzu große Nachteile für unseren 17 Monate alten Sohn zu schaffen.

Aber wir haben es geschafft. Wir haben von überall Hilfe bekommen. Mein Mann arbeitet seit der 27ten Schwangerschaftswoche überwiegend vom Homeoffice und nimmt mir damit alle Hebe- und Tragetätigkeiten ab. Freunde und Familie gehen häufig für uns zum Einkaufen und verbringen Zeit mit Oliver an der frischen Luft.

Anfangs fiel es mir unheimlich schwer, diese Veränderungen zuzulassen. Jetzt fühle ich mich wohl. Ich habe mich nicht nur daran gewöhnt, sondern merke auch, wie das viele Liegen und Schonen positive Veränderungen herbeiführte.

Wir haben nicht mehr damit gerechnet, das der Gebärmutterhals sich stabilisiert, oder dass meine vorzeitigen Wehen weniger werden. Doch nachdem wir konsequent das Tempo aus unseren Alltag nahmen, verbesserte sich alles.

Seit etwa zwei Wochen kann ich wieder längere Spaziergänge unternehmen und bin wieder viel mobiler. Dadurch natürlich gleichzeitig auch besser gelaunt. Denn wer mal aufgrund einer Verletzung länger liegen musste, weiß, wie schnell einem die Decke auf den Kopf fällt.

Gestern war ich mit meinem Sohn eine Zeit lang im Garten spazieren, die Sonne schien und wir erkundeten jede Ecke. Er zeigte mir Schneeglöckchen, Äste, leere Schneckenhäuser, Pilze und freute sich über Vogelgezwitscher, Hundegebell und ein hupendes Auto. Alles wurde sofort nachgeahmt. Es war unheimlich schön und ich bin so dankbar, dass ich das alles wieder problemfrei miterleben kann, ohne dabei auf Hilfe angewiesen zu sein.

Aber, es gibt noch mehr gute Nachrichten. 🙂

Lina Marie wächst ganz wunderbar. Vor wenigen Tagen hatte ich eine größere Untersuchung bei meiner Frauenärztin. Unsere Maus ist bereits 47 cm groß und wird auf  2.200 Gramm geschätzt. Die Fruchtwassermenge ist perfekt und die kleine wird durch die Nabelschnuhr sehr gut versorgt. Als ich dann noch das Glück hatte, sie auf dem Ultraschall beim Trinken des Fruchtwassers zu beobachten, musste ich mir ein Tränchen verdrücken.

Wir können es kaum noch erwarten, sie in unserer Familie willkommen zu heißen.

Liebe Grüße, Jasmin

1 Kommentar

  1. Schön, dass sich tatsächlich Besserung eingestellt hat und nun ist es ja auch gar nicht mehr lange hin <3

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