20 Wochen Böhnchen im Bauch


Die Hälfte der Schwangerschaft ist bereits vorbei, unfassbar wie schnell die Wochen vergangen sind. Es fühlt sich an, als hätte ich gerade erst von meiner Schwangerschaft erfahren. Aber das liegt nun schon 14 Wochen zurück!
Zwischen dem ganzen Alltagsstress und den alltäglichen Aufgaben, Arbeit und der Kinderbetreuung geht diese Schwangerschaft manchmal beinahe etwas unter. Richtig bewusst geworden ist mir das vor zwei Wochen. Wir waren zu Besuch bei meiner Cousine und auf die Frage, wie es mir geht, antwortete ich, ganz egoistisch, dass es mir gut ginge. Verdutzt sah sie mich an und formulierte ihre Frage etwas genauer. „Wie geht es dir mit der Schwangerschaft“?
Wie peinlich, am liebsten wäre ich im Erdboden versunken.

Als ich mich an diesem Abend zu Bett legte, schämte ich mich. Mir wurde bewusst, wie sehr die Schwangerschaft in den vergangenen Wochen in den Hintergrund gerückt war und ich fühlte mich schuldig. Schuldig, einem noch so kleinem, geliebten, gewünschten Baby, so wenig Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Der Gedanke an mein ungeborenes Baby fühlte sich plötzlich beinahe schmerzlich an. In der ersten Schwangerschaft spielte Alex Lieder mit der Gitarre und sang in Richtung Bauch. Wir massierten den Bauch täglich, fühlten die Bewegungen, sprachen mit dem Baby und genossen die Vorfreude.

Die zweite Schwangerschaft läuft so nebenher?!
NEIN!

So ist es nicht und so sollte es auch nicht sein.
Es ist genauso anstregend und gleichzeitig schön wie die erste Schwangerschaft auch. Es ist nur eben nicht mehr alles neu und deshalb spricht man nicht so häufig darüber.

Also wie geht es mir?

Müdigkeit

Die ersten 12 Wochen war ich unglaublich müde, ich hätte eigentlich beinahe immer schlafen können. Egal zu welcher Tageszeit! Was für mich äußerst ungewöhnlich ist, da ich meinen Tatendrang meist nicht bremsen kann. Natürlich konnte ich mit einem Baby diesem Bedürfnis nicht immer nachkommen. So viel zum Thema: die zweite Schwangerschaft läuft so nebenher….nix da!
Schlagartig erhielt ich meine Energie zurück und darüber war ich sehr glücklich, denn ich konnte meinen Aufgaben und Pflichten plötzlich wieder im vollem Maße nachkommen.
Seit etwa einer Woche fühle ich mich wieder etwas schlapp. Aber nicht so schlimm wie am Anfang. Zumindest brauche ich aktuell kein Mittagsschlaf. 🙂
Nachts schlafe ich dafür ausgezeichnet. Gegen 22 Uhr fallen mir die Augen zu und vor 7 Uhr wache ich in der Regel auch nicht auf. Ich bin sehr dankbar für meinen Mann, der so lieb ist und Oliver morgens vor der Arbeit fertig macht. So kann ich meist noch bis halb 8 liegen bleiben.

Appetit

Deftig. Ich bin überrascht, dass mein Hunger auf süßes gar nicht so im Vordergrund steht. Am liebsten würde ich jeden Tag einen Braten mit Soße und Knödel essen. 🙂
Wenn ich dann doch mal was süßes möchte, dann meist in Verbindung mit Milch. Also Eis, Milchreis, Grießbrei etc.
Nach Schokolade habe ich keinerlei Bedürfnisse. Wer mich kennt, wundert sich darüber. 🙂

Haut

Das mit der Haut ist so eine Sache. Immer wenn ich denke es wird besser, werde ich ein paar Tage später eines besseren belehrt. Die Schwangerschaftsakne hält sich mal wieder hartnäckig. Dennoch nicht so extrem wie in der ersten Schwangerschaft. Mit ein bisschen Schminke lässt es sich ganz gut verbergen. Belastend ist es trotzdem.

Sonstiges

Habe ich schon erwähnt, dass ich unser Baby bereits deutlich spüren kann? Das ist soooooo wundervoll! Anfangs fühlte es sich an wie ein kleiner Schmetterling im Bauch. Jetzt sind es wirklich schon deutliche Tritte, welche auch an der Bauchdecke sichtbar sind.

Nachdem uns bewusst geworden ist, dass wir uns die letzten Wochen zu wenig mit dem ungeborenen beschäftigt haben, wollten wir dies schnellstens ändern.

Zumindest ein paar Minuten am Abend gehören nun dem Böhnchen. 🙂 Bauch Ölen, Kindsbewegungen erfühlen, sprechen, und manchmal, wenn es die Zeit erlaubt, ein kurzes Lied mit der Gitarre.

Ich fühle mich mit dem Baby schon sehr verbunden und es fühlt sich wunderschön an. Ich möchte die Zeit genießen! Vielleicht ist dies meine letzte Schwangerschaft?

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Liebe Grüße, Jasmin

 

1 Kommentar

  1. Es ist schon krass, wie anders es ist, wenn man die Zeit nun auch jemanden anderen nebenbei widmen muss, nicht wahr? Ich hatte auch das Gefühl die Zeit rast an mir vorbei. Zumal wir ja ständig mit dem MInihelden unterwegs waren und sind…viele Momente zogen einfach vorbei und man musste sich zwingen bewusst die Schwangerschaft wahr zu nehmen. Zumindest war es bei mir so.

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